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  1. #1
    Post-Mortale Lebensform Avatar von ZombieTux
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    Allah in der Schule

    [IGAUCHE]http://zombiehost.mediarats.org/i/4b7b6ff4867c.jpg[/IGAUCHE]Andi und Ayshe heißen die Comic-Figuren, die den Neuntklässler an einer Bonner Hauptschule im Islamunterricht als Vorbilder und Freunde dienen. Ihnen machen "radikale Islamisten das Leben schwer", wie der nordrhein-westfälische Innenminister im Vorwort zum Comic-Heft ankündigt. Er sagt das natürlich stilecht in einer Sprechblase. Heute lesen die Schüler mit verteilten Rollen das Kapitel über Gewalt/Terrorismus/Dschihad. Und erleben dabei, wie ein düster blickender Hassprediger Ayshe und Andi mit geschenkten DVDs und CDs zur Gewalt verführen und den Koran zum Grundgesetz erklären will.

    Aber die jugendlichen Helden fallen darauf nicht herein, ebenso wenig die Bonner Schüler. "Dschihad heißt Anstrengung der Seele", fasst der 15-jährige Abdullah zusammen, "das persönliche Bemühen um ein gottgefälliges Leben im friedlichen Sinne". Diese Schulstunde dient der Erziehung loyaler muslimischer Staatsbürger. "Was wir hier von unserer Religion lernen, ist für uns neu und spannend", erklärt Hozan, eine gebürtige Rheinländerin.

    Mehr als die Hälfte der 300 Schüler an der Johannes-Rau-Hauptschule der Bundesstadt haben einen muslimischen Hintergrund. Ihre Familien kommen aus der Türkei und dem Nahen Osten, Nordafrika und Afghanistan. Sie sind der lebende Beweis für Weltreligion. Die allermeisten nehmen freiwillig an der "Islamkunde in deutscher Sprache" teil, zwei Stunden pro Woche wie im christlichen Religionsunterricht. Die Noten zählen für die Versetzung. Die Pädagogen sind Muslime, sehr oft wie Nimet Kenali, die die Neuntklässler unterrichtet, im Hauptberuf Türkischlehrer. Ihr Kollege Bernd Bauknecht hat Islamkunde studiert, die zweitwichtigste Qualifikation für den Lehrernachwuchs.

    Das Unterrichtsangebot ist nicht selbstverständlich. Es besteht an Rhein und Ruhr seit der Jahrtausendwende, aber derzeit nur für sechstausend von insgesamt 300.000 Muslimen an rund 130 Grund-, Haupt- und Realschulen. Die Schulleitungen selber müssen bei der Regierung einen Antrag stellen.

    Das Fach ist kein Bekenntnisunterricht. Den kann es offiziell deshalb nicht geben, weil der Staat auf muslimischer Seite keinen allgemein anerkannten Partner nach Art der Kirchen hat. Der amtliche Auftrag der Islamkunde besteht vielmehr darin, "dem einzelnen zu helfen, in einem säkularisierten, von christlicher Kultur geprägten Land als Muslim zu leben" und gegenüber Andersgläubigen tolerant zu sein. Deshalb werden in der Islamkunde auch das Christentum und die jüdische Religion vorgestellt, aber natürlich hauptsächlich die "fünf Säulen" des Islam: das Glaubensbekenntnis zum einen Gott und die vorgeschriebenen Gebete, die Armenfürsorge, der Fastenmonat und die Pilgerfahrt nach Mekka. Geschichten wie die von Yusuf oder Joseph von Ägypten, die Bibel und Koran gleichermaßen erzählen, bezeugen ungeahnte Gemeinsamkeiten.

    Ähnliche Schulversuche für eine einstellige Prozentzahl von bundesweit 900.000 muslimischen Pennälern gibt es etwa auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und demnächst in Hessen. "Wir wollen Schülerinnen und Schüler nicht den unkontrollierten Hinterhof-Koranschulen überlassen", betont die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler. Trotzdem können viele Lehrende das nicht uneingeschränkt glauben. Sie verweisen auf eklatante Unterschiede gegenüber anderen Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf etwa für Mathematik und Physik. Die werden besser bezahlt. Und haben anders als Islamlehrer die Chance, sich im Dienst für ein Zweitfach und damit für die Verbeamtung nachzuqualifizieren.

    Islamkunde erscheint auch vielen gar nicht immer nötig: Denn kaum ein Gymnasium beteiligt sich an den Schulversuchen. "Das brauchen wir nicht", hat Lehrer Bauknecht schon von vielen Gymnasialdirektoren gehört. "Wer zu uns kommt, ist doch schon integriert!" Womit die höheren Bildungsapostel übersehen, dass ausgerechnet Religion als einziges Schulfach im Grundgesetz abgesichert ist (Artikel 7). Für Bauknecht und seine Kollegen ist es mehr als ein bloßes Mittel für soziale Integration.

    Andi und Ayshe und ihre jugendlichen Leser sollen nicht nur gegen Extremismus gewappnet werden, sondern umfassende Antworten für die Orientierung im Leben hier und heute finden, so Bauknecht. Gerade bei brisanten Themen wie der Gleichberechtigung von Frau und Mann - ganz konkret wird das beim Thema Mädchen auf Klassenfahrt - will er den Schülern vermitteln, wie sie zwischen religiösem Kern und der wechselnden kulturellen Einkleidung unterscheiden können.

    "Die Herkunftskulturen meiner Schüler können natürlich nicht von selbst die Maßstäbe für die Herausforderungen in unserer Kultur bieten", sagt der deutsche Muslim. "Als Pädagoge kann ich mich allerdings auch im Zweifelsfalle schwerlich zwischen Eltern und Kinder stellen." Sein Dilemma: "Wir haben in Deutschland einfach noch nicht die Religionspädagogik, die wir hier brauchen." Für Andi, Ayshe und die real existierende Hozan, die von sich sagt: "Ich bin hier zu Hause und will nirgendwo anders leben." Sie trägt wie die meisten in ihrer Bonner Klasse kein Kopftuch – und Lehrer Bauknecht trägt auch keinen Bart.

    Quelle: zeit.de
    Sorry, aber ich werde mein Kind sicher nicht auf eine Schule schicken wo der Islam unterrichtet wird....ich habe schon den normalen Religionsunterricht boykotiert und ignoriert...aber irgendwo gehts zuweit...

  2. #2
    ふわふわ Avatar von Alu
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    AW: Allah in der Schule

    *facepalm*
    Wisst ihr, was mir dabei auffällt?
    Islamisten wird damit ein Gefahrpotenzial vorgeworfen, welches scheinbar die feinen Christen etc nicht haben. Super, Zeit, ihr habt euch mal wieder selbst übertroffen.

    Hätte ich jemals Kinder, würde ich ihnen als erstes die Gefahr der Religion beibringen. Durch nichts hat die Menschheit sich gegenseitig mehr gemordet/gefoltert etc als durch Religion und das wird sich mit Sicherheit fortsetzen.

  3. #3
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    AW: Allah in der Schule

    Nya, eigentlich finde ich dieses Zeug auch nich gerade brauchbar. In dem Fall aber klingt es garnich mal schlecht, wenn die Kinder mal die "andere Seite" der Begriffe hören, nicht nur von radikalen Hinterhof-Predigern oder konservativen Eltern. Problem ist aber, die Eltern und Prediger bleiben bestehen, so wird das Kind ja nur zwischen die Fronten gestellt...

    Meine Meinung: Kein Religionsunterricht whatsoever, dafür Pflicht Ethik mit Blick auf Religion und den fehlgeleiteten Leuten + daraus entstandenen Kriegen etc.

    Immerhin ist Glauben das Gegenteil von Wissen.

  4. #4
    Ewig falsch verstandener
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    AW: Allah in der Schule

    Sowohl das Christentum aber auch der Islam gehört verboten,vernichtet und für immer von der Erde getilgt. Atheisten gehört die Zukunft =)
    Was ich an mir liebe
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    Ich kann Sehen ohne Brille
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    Ich kann eine Meinung ohne andere Menschen haben

  5. #5
    Rock'n'Rolla Avatar von Ero-Sensei
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    AW: Allah in der Schule

    Zitat Zitat von Kampf Kraut Beitrag anzeigen
    Sowohl das Christentum aber auch der Islam gehört verboten,vernichtet und für immer von der Erde getilgt. Atheisten gehört die Zukunft =)
    Wäre eine positive Entwicklung. Nur müssten sich dann neue Hilfsorganisationen bilden, die die Aktivitäten dies von der Kirche in den Richtungen gibt ersetzen.




  6. #6
    Ewig falsch verstandener
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    AW: Allah in der Schule

    Sollte kein Problem sein. Sämtlicher weltlicher Besitz lässt sich dem Roten Kreuz überschreiben. (für den Anfang)
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  7. #7
    Mediarat Avatar von Shep
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    AW: Allah in der Schule

    Zitat Zitat von Kampf Kraut Beitrag anzeigen
    Sollte kein Problem sein. Sämtlicher weltlicher Besitz lässt sich dem Roten Kreuz überschreiben. (für den Anfang)
    um dann den nächsten streit herauf zu beschwören?
    solange die medaille zweiseitig ist, wird es immer streitereien geben ....
    in diesem fall würden malteser, johanniter, unicef, etc aufschrein

    religion ist nur ein aspekt der pol-dipol these
    ... menschen haben es zur angewohnheit,
    aus selbstsucht, neid und was für gründen auch immer,
    auf andere menschen, die sich zu ihnen unterscheiden,
    entgegen zu eifern ...
    christentum vs andere religionen
    atheisten vs religionen
    rassismus
    fangemeinden unterschiedlicher sportvereine

    (immer sind die unterschiedlichen seiten beidseitig der meinung,
    dass sie im recht wären)

    ..... einfach nur religionen abschaffen, würde gar nichts bewirken,
    denn diese sorgen nicht für die greueltaten, das sind die menschen,
    die dahinter stehen ;D

  8. #8
    ふわふわ Avatar von Alu
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    AW: Allah in der Schule

    Zitat Zitat von Shep Beitrag anzeigen
    um dann den nächsten streit herauf zu beschwören?
    solange die medaille zweiseitig ist, wird es immer streitereien geben ....
    Du kannst doch nicht Religionen mit Hilfsorganisationen gleichstellen xD
    Wie stellst du dir das vor? Der heilige Krieg zwischen dem Roten Kreuz und "Brot für die Welt" oder was? XD
    Ich bezweifle sogar, dass es zu IRGENDWELCHEN Streitereien kommen wird, da sie ja nicht konkurrieren. Eher im Gegenteil, sie haben ja ein gemeinsames Ziel.

  9. #9
    Rock'n'Rolla Avatar von Ero-Sensei
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    AW: Allah in der Schule

    @Shep

    Ohne Religionen entfällt aber ein wirklich grundsätzlicher Aspekt, der Menschen voneinander unterscheidet!!! Und wo keine Unterschiede sind, können auch keine Konflikte entstehen. Überleg mal wie es wäre, wenn plötzlich alle Menschen der gleichen Rasse angehörten! Ohne Rassenunterschiede gibts auch keinen Rassissmus mehr! Und ohne Religion eben keine religiösen Konflikte. Politische, wirtschaftliche etc bleiben zwar immernoch. Aber die Auswirkungen wären totzdem immens. Feindschaften zwischen Fangemeinden von Fußballvereinen oder Fehden zwischen afrikanische Stämmen sind (abgesehen vom Prinzip) lokal und nicht zu vergleichen mit den globalen Ausmaßen von Religionen.

    @Alu
    Ich glaube auch nicht, dass die wirklich miteinander konkurrieren, aber sie würden es mit Sicherheit als unfair empfinden, wenn der eine einfach so groß Kohle zur freien Verfügung bekommen würde, sie selbst aber nicht. Schließlich brauchen alle ihr Kapital um die Ziele zu verwirklichen.
    Geändert von Ero-Sensei (01.03.2010 um 15:57 Uhr)




  10. #10
    Ewig falsch verstandener
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    AW: Allah in der Schule

    Wenn ich es schaffe die Religion abzuschaffen (geiler Satz^^) dann lege ich gleiche die ganzen Hilfsorganisationen zusammen. So eine Art Welt THW.

    Und es gibt auch ohne Religion Krieg. Jedoch lässt sich der Durchschnittsmensch nicht so einfach zu einem Krieg treiben wenn er nicht "heilig" ist. Wenn der Krieg nur zum Zwecke der Landesvergrößerung ist dann sagen viele "ähm vll ich das ja doch nicht sol toll"
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